Rotes Haus, Münster
Projekt
Typologie
Ort
BauherrIn
Leistungsphase
Neubau Torhaus am Heeremanschen Hof
Öffentliche Nutzung, Seminar, Büro, Wohnen
Königsstraße, Münster
Heereman von Zuydtwycksche Gutsverwaltung
LPH 1-5 (gestalterische Leitung)
Geformt von der Zeit Konzeptionell reagiert das neue Torhaus wie ein zeitgenössischer Spiegel auf seine stadtbildprägende Nachbarschaft. Es bildet den ersten Baustein und damit den Auftakt für die Einfassung der historischen Hofanlage und vermittelt mit seiner charakterprägenden Tordurchfahrt zur Krummen Straße, wo das Bauteil begleitend den mittelalterlichen Stadtgrundriss aufgreift.
Im Jahr 2002 wurden im Rahmen eines städtebaulichen Wettbewerbs die Entwicklungspotentiale der prominent gelegenen Königsstraße in Münster untersucht. MAAS & PARTNER konnte damals das Verfahren mit dem 1. Preis für sich entscheiden. Der vorgestellte städtebauliche Mäander beschrieb eine Stadt-Reparatur, die durch Wechsel von Vor und Rücksprüngen das historische Raumgefüge der Königshöfe wiederherstellte. Im Nachgang zum Wettbewerb entschied ein Ratsbeschluss die schrittweise Umsetzung der Planung. Die Umsetzung fand seinen Anfang mit dem Bau des Kettlerischen Hofs und des Picasso Platzes. Neben dem Heeremanschen Hof, eines der wenigen innerstädtischen Bauwerke der Renaissancezeit, soll nun der nächste Abschnitt zur Umsetzung kommen. Bauzeitliche Planungen zeigen auch hier die klare stadträumliche Einfassung eines Innenhofes vor der Langseite des Heeremanschen Hofs. An der Königstraße stand historisch das sogenannte Rote Haus dem Heeremanschen Hof gegenüber, während im Bereich zur Krummen Straße ein Verbindungsbaukörper geplant war. Der nun vorliegende, Masterplan berücksichtig ganzheitlich den historischen Städtebau, den fortgeschriebenen Wettbewerbsgewinn, als auch die denkmalpflegerischen und verkehrsplanerischen Interessen der Stadt Münster. Zusammen mit den Empfehlungen des Berats für Stadtgestaltung und der erfolgten Genehmigungsplanung durch das Büro Weitkamp kann noch in diesem Jahr mit den Bauarbeiten begonnen werden. Als erster Bauabschnitt wird das genehmigte Torhaus errichtet, welches den optischen Hofabschluss zur Krummen Straße ausbildet. Architektonisch reagiert das neue Torhaus wie ein zeitgenössischer Spiegel auf seine stadtbildprägende Nachbarschaft. Es bildet den ersten Baustein und damit den Auftakt für die Einfassung der historischen Hofanlage und vermittelt mit seiner charakterprägenden Tordurchfahrt zur Krummen Straße, wo das Bauteil begleitend den mittelalterlichen Stadtgrundriss aufgreift. Auf diese Weise geformt von der Zeit, versteht sich das Gebäude als Schlüssel für eine vielschichtige Stadtreparatur. Aus der plastischen, subtilen Geometrie des Hauses ergibt sich eine monolithische Bauweise, die in ihrer steinernen Materialität konsequent Wand und Dachflächen zusammenfasst. In seiner Gebäudehöhe ordnet sich das Torhaus dem Denkmal unter und zitiert mit dem Aufgreifen von Fensterformaten und dem Umgang mit architektonischer Proportion bedachtsam den Heeremannschen Hof. Durch die Umsetzung der Bauabschnitte zwei und drei kann dann in naher Zukunft die ganzheitliche Masterplanung aus dem Jahr 2002 beendet, und damit viele neue Jahrhunderte in der wechselhaften Geschichte der Königstraße begonnen werden.

Vorgeschichte 2002





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